Kurzinfo
"Sozialismus mit menschlichem Antlitz": Dubcek befreite kurzzeitig die Tschechoslowakei.
Gesprächseinstiege
Lebensweg
Alexander Dubček wurde in Uhrovec in der Slowakei geboren. Seine Eltern waren überzeugte Kommunisten, die später in die Sowjetunion emigrierten, wo er einen Teil seiner Kindheit verbrachte.
Dubček trat der kommunistischen Jugendorganisation bei, was den Beginn seines politischen Engagements markierte. Seine Überzeugungen wurden durch die Erfahrungen seiner Familie geprägt.
Dubček schrieb sich an der tschechoslowakischen Militärakademie ein und begann seine militärische Ausbildung während des Zweiten Weltkriegs.
Dubček nahm am Slowakischen Nationalaufstand gegen die Nazi-Besatzung teil. Er wurde während der Kämpfe verwundet und verlor seinen Bruder Julius im Aufstand.
Nach dem Krieg wurde Dubček Mitglied des Slowakischen Nationalrats und begann seinen Aufstieg in der kommunistischen Parteihierarchie.
Dubček wurde in das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei gewählt und festigte seine Position innerhalb der Parteistrukturen der Tschechoslowakei.
Dubček wurde zum Ersten Sekretär der Slowakischen Kommunistischen Partei ernannt, eine Schlüsselposition, die seinen wachsenden Einfluss widerspiegelte.
Dubček absolvierte die Höhere Parteischule in Moskau, wo er seine marxistisch-leninistische Ausbildung vertiefte und wichtige Kontakte knüpfte.
Dubček begann, sich öffentlich für größere Autonomie der Slowakei innerhalb der Tschechoslowakei einzusetzen und zeigte erste Anzeichen seiner reformistischen Haltung.
Im Januar 1968 wurde Dubček zum Ersten Sekretär der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei gewählt und übernahm die Führung des Landes.
Dubček initiierte den 'Prager Frühling', ein umfassendes Reformprogramm, das Pressefreiheit, politische Liberalisierung und einen 'Sozialismus mit menschlichem Antlitz' anstrebte.
Am 21. August 1968 marschierten Truppen des Warschauer Paktes in die Tschechoslowakei ein und beendeten gewaltsam den Prager Frühling. Dubček wurde nach Moskau gebracht und zur Rücknahme der Reformen gezwungen.
Nach seiner Absetzung wurde Dubček zum Forstinspektor in der Slowakei degradiert, eine demütigende Position für den ehemaligen Staatsführer. Er lebte 20 Jahre lang in Vergessenheit.
Während der Samtenen Revolution kehrte Dubček ins politische Leben zurück. Er wurde von den Menschenmengen auf dem Wenzelsplatz in Prag begeistert empfangen.
Dubček wurde zum Vorsitzenden der Föderalen Versammlung gewählt und spielte eine wichtige Rolle beim friedlichen Übergang der Tschechoslowakei zur Demokratie.
Alexander Dubček starb an den Folgen eines Autounfalls auf der Autobahn zwischen Prag und Bratislava. Sein Tod unter mysteriösen Umständen führte zu Spekulationen, obwohl offiziell ein Unfall festgestellt wurde.