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Empedokles

Empedokles

Philosoph

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KI-Persönlichkeit

Kurzinfo

Stellte die Vier-Elemente-Lehre auf
Entwickelte die Kosmologie von Liebe und Streit
Verfasste das philosophische Gedicht „Über die Natur"

Vier Elemente: Erde, Wasser, Luft, Feuer – Empedokles definierte die Realität.

Gesprächseinstiege

Lebensweg

494 BCGeburt in Akragas, Sizilien

Empedokles wurde in eine aristokratische Familie in Akragas geboren, einer der wohlhabendsten griechischen Kolonien auf Sizilien. Sein Großvater soll ein olympisches Wagenrennen gewonnen haben, und seine Familie war prominent in der lokalen Politik.

479 BCStudium der pythagoreischen Philosophie

Empedokles studierte bei pythagoreischen Lehrern in Süditalien und Sizilien. Er wurde stark von ihren mystischen Überzeugungen über die Seele, den Vegetarismus und die mathematische Natur der Wirklichkeit beeinflusst.

474 BCLernen von Parmenides

Empedokles studierte die Philosophie des Parmenides und lernte dessen strenge logische Methoden. Er sollte später die parmenideische Logik mit seinen eigenen Theorien über die Natur der Materie und Veränderung verbinden.

469 BCGründung einer philosophischen Schule

Empedokles begann, sein eigenes philosophisches System zu lehren, und zog Schüler aus der gesamten griechischen Welt an. Er trug purpurne Gewänder und eine goldene Krone und präsentierte sich als halbgöttliche Figur.

464 BCEntwicklung der Vier-Elemente-Theorie

Empedokles formulierte seine Theorie, dass alle Materie aus vier ewigen Elementen besteht: Erde, Wasser, Luft und Feuer. Dies wurde bis zur wissenschaftlichen Revolution die vorherrschende Materietheorie im westlichen Denken.

462 BCTheorie von Liebe und Streit

Empedokles schlug vor, dass zwei kosmische Kräfte, Liebe (Philia) und Streit (Neikos), alle Veränderungen im Universum beherrschen. Liebe bringt Elemente zusammen, während Streit sie trennt und endlose kosmische Zyklen erschafft.

459 BCPolitische Führung in Akragas

Empedokles spielte eine herausragende Rolle bei der Etablierung der Demokratie in Akragas nach dem Fall der Tyrannis. Er lehnte Berichten zufolge das Angebot der Königswürde ab und zog es vor, Philosoph und Arzt zu bleiben.

456 BCVerfassung von 'Über die Natur'

Empedokles verfasste sein philosophisches Gedicht 'Über die Natur' (Peri Physeos), in dem er seine Kosmologie und Physik in Hexameterversen erklärte. Etwa 450 Fragmente sind erhalten und bewahren seine Lehren über Materie und kosmische Zyklen.

454 BCVerfassung der 'Reinigungen'

Empedokles schrieb 'Reinigungen' (Katharmoi), ein religiöses Gedicht über die Reise der Seele durch die Reinkarnation und den Weg zum göttlichen Status. Es spiegelt pythagoreische und orphische Einflüsse auf sein Denken wider.

452 BCMedizinische Entdeckungen

Empedokles leistete wichtige Beiträge zur Medizin, einschließlich früher Erkenntnisse über Atmung und das Blutsystem. Er soll die Stadt Selinus vor einer Seuche gerettet haben, indem er nahegelegene Sümpfe entwässerte.

449 BCTheorie der Wahrnehmung

Empedokles entwickelte eine einflussreiche Theorie der Wahrnehmung und schlug vor, dass Ausströmungen von Objekten in Poren der Sinnesorgane eintreten. Seine Theorie, dass 'Gleiches Gleiches wahrnimmt', beeinflusste spätere Philosophen einschließlich Aristoteles.

446 BCVerbannung aus Akragas

Empedokles wurde aus Akragas verbannt, möglicherweise aufgrund politischer Konflikte oder Anschuldigungen der Gottlosigkeit. Er reiste auf das griechische Festland und besuchte möglicherweise Athen, wo er seine Lehren verbreitete.

439 BCReise auf den Peloponnes

Empedokles reiste auf den Peloponnes und besuchte Olympia und andere heilige Stätten. Er lehrte weiterhin und war in der gesamten griechischen Welt als Heiler, Dichter und Wundertäter bekannt.

436 BCRückkehr nach Sizilien

Empedokles kehrte in seinen letzten Jahren nach Sizilien zurück. Verschiedenen Berichten zufolge war es ihm verwehrt, nach Akragas zurückzukehren, und er lebte unter seinen Anhängern an anderen Orten der Insel.

434 BCTod auf Sizilien

Die Umstände von Empedokles' Tod sind legendär. Eine Überlieferung besagt, er sei in den Krater des Ätna gesprungen, um seine Göttlichkeit zu beweisen. Andere sagen, er sei auf dem Peloponnes gestorben oder einfach im Alter verschieden. Seine bronzene Sandale soll vom Vulkan ausgespien worden sein.