Kurzinfo
„Vater des Jet-Zeitalters" Frank Whittle: Veraenderte das Fliegen fuer immer.
Gesprächseinstiege
Lebensweg
Frank Whittle wurde als Sohn eines Mechanikers geboren, der ein kleines Ingenieurbüro besaß, was seine frühe Faszination für Maschinen und Luftfahrt weckte.
Der junge Frank war von Flugzeugen während des Ersten Weltkriegs fasziniert und verbrachte Stunden damit, Flugzeuge auf nahen Flugplätzen zu beobachten und vom Fliegen zu träumen.
Whittle trat der Royal Air Force als Flugzeuglehrling bei und begann seine formelle Luftfahrtausbildung, obwohl seine geringe Körpergröße zunächst zur Ablehnung geführt hatte.
Als Flugkadett schrieb Whittle eine Abschlussarbeit, die Strahlantrieb für Flugzeuge vorschlug und Geschwindigkeiten und Flughöhen voraussah, die für Propellerflugzeuge unmöglich waren.
Whittle schloss das RAF College mit außergewöhnlich hohen Noten ab, erhielt eine Ernennung zum Fliegeroffizier und Anerkennung für seine ingenieurwissenschaftliche Brillanz.
Whittle patentierte sein Turbostrahltriebwerk-Design, aber das Luftfahrtministerium zeigte kein Interesse und er konnte sich die Patentverlängerungsgebühren nicht leisten.
Mit privater Finanzierung gründete Whittle Power Jets Ltd zur Entwicklung seines Düsentriebwerks und arbeitete nahezu im Geheimen, während er seinen RAF-Dienst fortsetzte.
Whittles erstes Turbostrahltriebwerk lief erfolgreich auf einem Prüfstand und bewies die Machbarkeit des Konzepts, obwohl der Motor anfangs außer Kontrolle geriet.
Mit dem drohenden Krieg erkannte das Luftfahrtministerium endlich das Potenzial des Düsentriebwerks und stellte Finanzierung bereit, obwohl Deutschland bereits voraus war.
Die Gloster E.28/39, angetrieben von Whittles W.1-Triebwerk, absolvierte Großbritanniens ersten düsengetriebenen Flug, eine historische 17-minütige Reise.
Die Gloster Meteor, angetrieben von Triebwerken nach Whittles Entwürfen, wurde der erste britische Düsenjäger im operativen RAF-Dienst.
Jahre der Überarbeitung und Kämpfe mit der Bürokratie führten zu Whittles Nervenzusammenbruch, der einen längeren Krankenhausaufenthalt und Erholung erforderte.
Frank Whittle wurde für seine Verdienste um die Luftfahrt zum Ritter geschlagen und erhielt endlich offizielle Anerkennung für die Revolutionierung des Flugzeugantriebs.
Whittle zog als Forschungsprofessor an die US Naval Academy nach Amerika, da er sich in seinem Heimatland Großbritannien nicht ausreichend gewürdigt fühlte.
Sir Frank Whittle starb in Amerika und wurde weltweit als Miterfinder des Düsentriebwerks anerkannt. Seine Arbeit transformierte die Luftfahrt und machte modernen Flugverkehr möglich.