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Sigmund Freud

Sigmund Freud

Psychologe

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KI-Persönlichkeit

Kurzinfo

Die Psychoanalyse begruenden
Die Theorie des Unbewussten entwickeln
Die Methode der Traumdeutung entwickeln

Es, Ich, Ueber-Ich. Der Vater der Psychoanalyse legte die gesamte Menschheit auf die Couch.

Gesprächseinstiege

Lebensweg

1856Geburt in Freiberg, Mähren

Sigmund Freud wurde als Sohn der jüdischen Wollhändler Jacob und Amalia Freud in Freiberg, Mähren, geboren. Er war das erste von acht Kindern und der Liebling seiner Mutter, ein Status, von dem er glaubte, dass er seine selbstbewusste Persönlichkeit geformt habe. Frühe Erfahrungen mit Antisemitismus sollten seine Außenseiterperspektive auf die Gesellschaft prägen.

1860Familie zieht nach Wien

Die Familie Freud zog wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten nach Wien. Wien blieb fast achtzig Jahre lang Freuds Heimat und wurde zur Geburtsstätte der Psychoanalyse. Das intellektuelle Klima der Stadt und die jüdische Gemeinde prägten seine Entwicklung als Denker.

1873Beginn des Studiums an der Universität Wien

Freud schrieb sich an der Universität Wien ein, um Medizin zu studieren, obwohl er zunächst wissenschaftliche Forschung statt klinischer Praxis verfolgte. Er studierte bei Ernst Brücke und lernte den mechanistischen Ansatz der Biologie, der seinen Versuch beeinflussen sollte, eine wissenschaftliche Psychologie zu schaffen.

1881Erhält medizinischen Abschluss

Freud schloss sein Medizinstudium nach acht Jahren ab, verzögert durch seine umfangreiche neurophysiologische Forschung. Seine frühen Arbeiten über die Nervensysteme von Fischen und die Eigenschaften von Kokain zeigten seine wissenschaftliche Strenge, obwohl finanzieller Druck ihn zur klinischen Praxis trieb.

1882Begegnung mit Martha Bernays

Freud lernte Martha Bernays kennen, Tochter einer prominenten jüdischen Familie, und begann eine intensive vierjährige Verlobung. Ihre Korrespondenz von über 900 Briefen offenbart Freuds leidenschaftliche Natur und viktorianische Einstellungen gegenüber Frauen. Martha würde sechs Kinder gebären und dreiundfünfzig Jahre lang seinen Haushalt führen.

1885Studium bei Charcot in Paris

Freud erhielt ein Stipendium, um bei Jean-Martin Charcot am Salpêtrière-Krankenhaus zu studieren. Charcots dramatische Demonstrationen von Hysterie und Hypnose öffneten Freuds Geist für psychologische Ursachen körperlicher Symptome. Diese Erfahrung erwies sich als transformativ für seine zukünftige Arbeit.

1886Eröffnet Privatpraxis

Freud eröffnete seine neurologische Privatpraxis in Wien und heiratete Martha Bernays. Er begann, Patienten mit Nervenstörungen zu behandeln und experimentierte mit Hypnose und anderen Techniken. Seine Praxis in der Berggasse 19 sollte zur legendären Geburtsstätte der Psychoanalyse werden.

1895Studien über Hysterie veröffentlicht

Freud veröffentlichte die 'Studien über Hysterie' mit Josef Breuer, in denen der Fall von 'Anna O.' und die 'Redekur' beschrieben wurden. Dieses Werk führte zentrale psychoanalytische Konzepte wie Verdrängung und das Unbewusste ein. Es markierte den Übergang von der Neurologie zur neuen Wissenschaft des Geistes.

1896Verwendet erstmals den Begriff 'Psychoanalyse'

Freud verwendete erstmals den Begriff 'Psychoanalyse' zur Beschreibung seiner neuen Methode der Untersuchung und Behandlung psychischer Störungen. Er entwickelte auch die Verführungstheorie der Neurose, die er später zugunsten von Phantasie und dem Ödipuskomplex aufgab. Der Tod seines Vaters in diesem Jahr löste eine intensive Selbstanalyse aus.

1899Die Traumdeutung

Freud veröffentlichte 'Die Traumdeutung', die er für sein größtes Werk hielt. Das Buch argumentierte, dass Träume unbewusste Wünsche offenbaren, und führte die Konzepte des Es und des Ödipuskomplexes ein. Obwohl es sich anfangs schlecht verkaufte, wurde es zu einem Grundlagentext des zwanzigsten Jahrhunderts.

1902Mittwoch-Gesellschaft gegründet

Freud gründete die Psychologische Mittwoch-Gesellschaft, die sich wöchentlich mit Kollegen traf, um psychoanalytische Theorie zu diskutieren. Diese Gruppe, zu der Alfred Adler und später Carl Jung gehörten, wurde zum Kern der psychoanalytischen Bewegung. Sie entwickelte sich zur Wiener Psychoanalytischen Vereinigung.

1905Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie

Freud veröffentlichte 'Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie', sein kontroversestes Werk. Es schockierte die viktorianische Gesellschaft, indem es die infantile Sexualität und die Entwicklung der Sexualtriebe beschrieb. Das Buch stellte westliche Einstellungen zu Kindheit und menschlicher Natur grundlegend in Frage.

1909Vorlesungen an der Clark University

Freud hielt Vorlesungen an der Clark University in Amerika, begleitet von Carl Jung. Der enthusiastische Empfang markierte den internationalen Durchbruch der Psychoanalyse. Freud bemerkte berühmt, dass die Amerikaner nicht wussten, dass er ihnen 'die Pest' brachte—ein verstörendes neues Verständnis des menschlichen Geistes.

1910Internationale Psychoanalytische Vereinigung

Freud gründete die Internationale Psychoanalytische Vereinigung, um die wachsende Bewegung zu organisieren und zu standardisieren. Carl Jung wurde zum ersten Präsidenten ernannt. Die Organisation sollte Abspaltungen, Kontroversen und Weltkriege überstehen und zu einer bedeutenden Kraft im Denken des zwanzigsten Jahrhunderts werden.

1913Bruch mit Carl Jung

Freuds Beziehung zu Carl Jung, einst sein auserwählter Erbe, endete in einem erbitterten Bruch. Jung lehnte Freuds Betonung der Sexualität ab und entwickelte seine eigene Analytische Psychologie. Dieser schmerzhafte Bruch, nach ähnlichen Spaltungen mit Adler und anderen, verstärkte Freuds Gefühl der Belagerung.

1923Das Ich und das Es

Freud veröffentlichte 'Das Ich und das Es' und führte sein Strukturmodell der Psyche ein: Es, Ich und Über-Ich. Im selben Jahr wurde bei ihm Kieferkrebs durch Zigarrenrauchen diagnostiziert. Er würde über dreißig Operationen durchlaufen, während er weiter schrieb und Patienten sah.

1938Flucht aus Österreich nach London

Nach dem nationalsozialistischen Anschluss Österreichs floh Freud mit seiner Familie nach London. Trotz seines Ruhms wurden seine Bücher verbrannt und vier Schwestern sollten in Konzentrationslagern sterben. In London wurde er als Flüchtling vor dem Faschismus gefeiert und arbeitete trotz fortgeschrittenem Krebs weiter.

1939Tod in London

Freud starb in London, nachdem er seinen Arzt gebeten hatte, ihm eine tödliche Dosis Morphium zu verabreichen, um sein Leiden durch den Krebs zu beenden. Seine revolutionären Ideen über das Unbewusste, die Sexualität und die Redekur veränderten das westliche Verständnis des Geistes und bleiben heute einflussreich, wenn auch umstritten.