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Alcide De Gasperi

Alcide De Gasperi

Staatsmann

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KI-Persönlichkeit

Kurzinfo

Wiederaufbau Italiens nach dem Krieg
Gruendung der Christdemokratischen Partei
Foerderung der Europaeischen Gemeinschaft fuer Kohle und Stahl

De Gasperi: Baute Italien wieder auf, gruendete die Christdemokraten, gestaltete Europas Zukunft.

Gesprächseinstiege

Lebensweg

1881Geburt in Pieve Tesino, Trentino

Alcide De Gasperi wurde in eine Familie bescheidener Verhältnisse in Pieve Tesino geboren, das damals Teil des Österreichisch-Ungarischen Reiches war. Seine frühen Jahre wurden von der italienischen Kultur und den Werten des katholischen Glaubens geprägt.

1895Beginn des Studiums am Liceo Classico di Trento

De Gasperi schrieb sich am Liceo Classico di Trento ein, wo er sich in Sprachen und Geschichte auszeichnete. Seine Ausbildung legte den Grundstein für seine spätere politische Karriere.

1905Abschluss des Jurastudiums

De Gasperi schloss sein Studium an der Universität Innsbruck mit einem Abschluss in Rechtswissenschaften ab, was seinen Ruf als gelehrter und fähiger Führer stärkte.

1907Tätigkeit als Lehrer und Journalist

De Gasperi begann als Lehrer und Journalist zu arbeiten und schrieb für verschiedene Zeitungen, wobei er sich für die Rechte der italienischsprachigen Bevölkerung im Trentino einsetzte.

1911Wahl ins österreichische Parlament

De Gasperi wurde ins österreichische Parlament gewählt und vertrat die italienischsprachige Bevölkerung des Trentino. Er setzte sich für größere Autonomie und kulturelle Rechte ein.

1918Einsatz für den Anschluss des Trentino an Italien

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs setzte sich De Gasperi aktiv für den Anschluss des Trentino an Italien ein, ein Ziel, das mit dem Vertrag von Saint-Germain erreicht wurde.

1921Wahl ins italienische Parlament

De Gasperi wurde als Mitglied der Volkspartei (Partito Popolare Italiano) ins italienische Parlament gewählt, wo er für soziale Gerechtigkeit und demokratische Reformen eintrat.

1922Heirat mit Francesca Romani

De Gasperi heiratete Francesca Romani, eine Lehrerin aus Trento, mit der er vier Töchter haben sollte. Ihre Ehe bot ihm Stabilität während turbulenter politischer Zeiten.

1927Widerstand gegen das faschistische Regime

De Gasperi wurde ein offener Gegner des faschistischen Regimes, was zu seiner Verhaftung und Inhaftierung führte. Nach seiner Freilassung fand er Zuflucht in der Vatikanstadt.

1943Gründung der Democrazia Cristiana

In der Folge des Zweiten Weltkriegs gründete De Gasperi die Democrazia Cristiana (Christdemokratische Partei) mit, die zur dominierenden politischen Kraft im Nachkriegsitalien wurde.

1945Ernennung zum Außenminister

De Gasperi wurde zum Außenminister Italiens ernannt und spielte eine entscheidende Rolle bei der Wiederherstellung der internationalen Beziehungen und dem Wiederaufbau des Landes.

1946Ministerpräsident Italiens

De Gasperi wurde zum Ministerpräsidenten Italiens ernannt und führte das Land durch den Übergang von der Monarchie zur Republik und den Wiederaufbau nach dem Krieg.

1947Unterzeichnung des Pariser Friedensvertrags

Als Ministerpräsident unterzeichnete De Gasperi den Pariser Friedensvertrag, der die Bedingungen für Italiens Beziehungen zu den Alliierten formalisierte und den Weg für die wirtschaftliche Erholung ebnete.

1950Förderung der europäischen Integration

De Gasperi förderte aktiv die europäische Integration und setzte sich für die Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl ein. Er gilt als einer der Gründerväter der Europäischen Union.

1953Rücktritt als Ministerpräsident

Nach einer langen und einflussreichen Amtszeit trat De Gasperi als Ministerpräsident zurück und hinterließ ein stabilisiertes und international anerkanntes Italien auf dem Weg zur wirtschaftlichen Erholung.

1954Tod in Sella di Valsugana, Trentino

Alcide De Gasperi starb in Sella di Valsugana, Trentino, und hinterließ ein Vermächtnis als Schlüsselfigur der europäischen Integration und als einer der größten Staatsmänner Italiens des 20. Jahrhunderts.