Kurzinfo
Legendarer Held der Gauten, dessen epische Kampfe gegen Monster und Drachen die heroischen Ideale von Mut, Treue und Opferbereitschaft der angelsachsischen Kriegerkultur verkorpern.
Gesprächseinstiege
Lebensweg
Beowulf wurde in das Konigshaus der Gauten geboren, als Neffe von Konig Hygelac. Sein Vater Ecgtheow war ein beruhmter Krieger, und seine Mutter war Hygelacs Schwester, was ihm adliges Blut von beiden Seiten verlieh.
Als junger Prinz begann Beowulf seine Ausbildung in den Wegen des Krieges unter erfahrenen Thanen. Er lernte Schwertkampf, Schwimmen und die Regeln des Comitatus - die Bindung zwischen Krieger und Herrn.
Gemaess germanischer Tradition wurde der junge Beowulf am Hof seines Onkels Konig Hygelac aufgezogen, wo er die Kunste der Herrschaft lernte und Bande mit Mitkampfern knupfte.
In seiner Jugend unternahm Beowulf einen legendaren Schwimmwettkampf mit Breca, der funf Tage im eisigen Meer dauerte. Er erschlug neun Seeungeheuer wahrend der Tortur und bewies damit seine ubermenschliche Kraft und Ausdauer.
Nachdem er sich in zahlreichen Taten der Starke und des Mutes bewiesen hatte, wurde Beowulf einer der vertrauenswurdigsten Thane von Konig Hygelac und erwarb sich Respekt unter den gautischen Kriegern.
Die Nachricht erreichte Gautland von dem Monster Grendel, das seit zwolf Jahren die Halle Heorot von Konig Hrothgar in Danemark heimsuchte. Beowulf beschloss zu helfen.
Beowulf versammelte vierzehn seiner tapfersten Krieger und segelte uber die Walstrasse nach Danemark. Bei der Ankunft wurden sie von Hrothgar begruaesst, der Beowulfs Vater kannte und sich an alte Bundnisse erinnerte.
Als Grendel Heorot angriff, kampfte Beowulf mit blossen Handen gegen das Monster, da er geschworen hatte, ihm ohne Waffen gegenuber zu treten. Mit seinem gewaltigen Griff riss er Grendels Arm ab und verwundete die Kreatur todlich.
Grendels Mutter kam, um Rache zu nehmen. Beowulf verfolgte sie in ihre Unterwasserhohle, tauchte tief in den verwunschenen Sumpf. Dort fand er ein Riesenschwert und totete damit das Weibchen.
Beladen mit Schatzen und Ehren von Konig Hrothgar kehrte Beowulf heim. Er prasentierte die Gaben Konig Hygelac und bewies damit seine Treue und sein angemessenes Verhalten als Thane.
Konig Hygelac belohnte Beowulfs Treue, indem er ihm weite Landereien und eine Ehrenstellung am gautischen Hof verlieh. Beowulf wurde einer der machtigsten Herren des Konigreichs.
Konig Hygelac fiel in der Schlacht wahrend eines Uberfalls auf die Friesen. Beowulf kampfte tapfer in derselben Schlacht und entkam schwimmend, wobei er dreissig Rustungen erschlagener Feinde trug.
Konigin Hygd bot Beowulf den Thron an, da sie furchtete, ihr junger Sohn Heardred sei nicht bereit zu regieren. Aus Treue zu seinem Vetter lehnte Beowulf ab und diente stattdessen als Beschutzer und Berater des jungen Konigs.
Konig Heardred wurde in einem Konflikt mit schwedischen Prinzen getotet. Da kein anderer Erbe verfugbar war und das Konigreich in Gefahr war, nahm Beowulf schliesslich den Thron der Gauten an.
Beowulf bestieg den Thron und erwies sich als weiser und gerechter Herrscher. Er brachte seinem Volk funfzig Jahre Frieden und Wohlstand und verteidigte es gegen alle Bedrohungen.
Uber zwei Jahrzehnte regierte Beowulf die Gauten weise. Kein Feind wagte es, sein Konigreich anzugreifen, und sein Volk gedieh unter seinem Schutz. Er wurde sowohl als Krieger als auch als Ringgeber geliebt.
Ein Dieb storte den Hort eines alten Drachen und stahl einen goldenen Kelch. Der wutende Drache begann, gautische Dorfer und Hofe zu verbrennen. Trotz seines Alters bereitete sich Beowulf vor, diesem letzten Feind zu begegnen.
Beowulf stellte sich dem Drachen mit nur seinem jungen Verwandten Wiglaf an seiner Seite, wahrend alle anderen vor Angst geflohen waren. Er erschlug den Drachen, empfing aber eine todliche Wunde. Er starb, nachdem er den Schatz fur sein Volk gesichert hatte.