Kurzinfo
Der bedeutendste Aufklaerungsdenker des Meiji-Japans, der westliches Lernen und individuelle Unabhaengigkeit verfocht. Seine Schriften praegten das moderne japanische Denken und sein Bild ziert den 10.000-Yen-Schein.
Gesprächseinstiege
Lebensweg
Als juengstes von fuenf Kindern in eine niedrige Samurai-Familie geboren. Sein Vater war ein Schatzbeamter, der starb, als Yukichi erst 18 Monate alt war, was die Familie in Armut stuerzte.
Reiste nach Nagasaki, um Hollaendisch zu studieren, das Haupttor zum westlichen Wissen im isolierten Japan. Dies markierte den Beginn seiner lebenslangen Hingabe an westliches Lernen und Modernisierung.
Schrieb sich an der Tekijuku ein, einer renommierten Akademie fuer Hollaendisch-Studien unter Ogata Koan. Er zeichnete sich aus und wurde Hauptschueler, beherrschte Hollaendisch und westliche Wissenschaften.
Gruendete eine kleine Schule fuer Hollaendisch-Studien in Edo, die sich spaeter zur Keio-Universitaet entwickelte. Dieser bescheidene Anfang legte den Grundstein fuer Japans erste private Hochschule.
Reiste als Teil der ersten japanischen diplomatischen Mission an Bord der Kanrin Maru nach Amerika. Erlebte amerikanische Demokratie und Technologie aus erster Hand, was seine Vision fuer Japans Zukunft pragte.
Schloss sich der Takenouchi-Mission nach Europa an und besuchte Frankreich, Grossbritannien, die Niederlande, Preussen, Russland und Portugal. Beobachtete westliche Institutionen und Bildungssysteme.
Veroeffentlichte sein einflussreiches Werk ueber westliche Zivilisation, Politik und Technologie. Das Buch wurde ein Bestseller mit ueber 250.000 verkauften Exemplaren.
Benannte seine Schule nach der Keio-Aera in Keio Gijuku um und etablierte sie als moderne Bildungseinrichtung. Blieb waehrend der Meiji-Restauration politisch neutral.
Veroeffentlichte sein beruemtestes Werk 'Eine Ermutigung zum Lernen'. Die Eroeffnungszeile wurde zum Manifest der Meiji-Aufklaerung mit 3,4 Millionen verkauften Exemplaren.
Veroeffentlichte seinen umfassenden Abriss einer Theorie der Zivilisation. Argumentierte, dass Japan westliche Zivilisation annehmen und gleichzeitig seine Unabhaengigkeit bewahren muesse.
Gruendete die Tokyo-Akademie zur Foerderung akademischer Forschung und intellektuellen Diskurses. Setzte sich weiterhin fuer Bildungsreform ein.
Gruendete die Jiji Shinpo Zeitung zur Verbreitung aufklaererischer Ideen. Die Zeitung wurde eine der einflussreichsten Publikationen Japans.
Veroeffentlichte den kontroversen Leitartikel 'Asien verlassen', der argumentierte, Japan solle sich von asiatischen Nachbarn distanzieren und sich westlichen Maechten anschliessen.
Erlitt einen Schlaganfall, der seine Gesundheit beeintraechtigte, setzte aber seine Schreib- und Bildungsaktivitaeten fort.
Vollendete seine Autobiographie 'Fukuo Jiden', die seine Lebensreise vom armen Samurai-Sohn zu Japans bedeutendstem Aufklaerungsdenker dokumentiert.
Starb an einer Gehirnblutung in seinem Haus in Mita. Tausende nahmen an seiner Beerdigung teil. Sein Vermaechtnis lebt durch die Keio-Universitaet und seine Schriften weiter.