Kurzinfo
Weimars grosse Hoffnung. Nobelpreistraeger, der Deutschland stabilisierte und europaeischen Frieden suchte.
Gesprächseinstiege
Lebensweg
Gustav Stresemann wurde in eine Mittelstandsfamilie in Berlin, Deutsches Reich, geboren. Sein Vater war Bierflaschenhändler und Gastwirt.
Stresemann beginnt sein Studium an der Universität Berlin mit Schwerpunkt auf Geschichte, Literatur und Wirtschaftswissenschaften. Er tritt der Nationalliberalen Partei bei und wird in der Studentenpolitik aktiv.
Stresemann schließt seine Promotion in Wirtschaftswissenschaften ab. Seine Dissertation untersucht die Zuckerindustrie und ihre Rolle in der deutschen Wirtschaft und spiegelt sein Interesse an Wirtschaftspolitik wider.
Stresemann heiratet Käte Kleefeld, eine wohlhabende Erbin. Ihre Ehe ist sowohl eine persönliche als auch eine finanzielle Partnerschaft, die seine politische Karriere unterstützt.
Stresemann wird als Mitglied der Nationalliberalen Partei in den Berliner Stadtrat gewählt, was den Beginn seiner politischen Karriere markiert.
Stresemann wird als Vertreter der Nationalliberalen Partei in den Reichstag gewählt und vertritt den Wahlkreis Dresden.
Stresemann, zunächst ein Befürworter des Krieges, setzt sich für einen schnellen Sieg und die Wahrung der deutschen Interessen im Konflikt ein.
Nach Deutschlands Niederlage unterstützt Stresemann die Novemberrevolution und befürwortet die Errichtung einer demokratischen Regierung, wobei er sich der neuen Weimarer Republik anschließt.
Stresemann gründet die Deutsche Volkspartei (DVP), eine Mitte-Rechts-Partei, die die Weimarer Republik unterstützt und für wirtschaftliche und politische Reformen eintritt.
Stresemann dient kurzzeitig als Reichskanzler von August bis November 1923, während einer Zeit der Hyperinflation und politischen Krise.
Nach seinem Rücktritt als Kanzler wird Stresemann zum Außenminister ernannt, eine Position, die er bis zu seinem Tod innehat und sich auf die Stabilisierung der internationalen Beziehungen Deutschlands konzentriert.
Stresemann verhandelt den Dawes-Plan, der einen Rahmen für die Rückzahlung der deutschen Kriegsreparationen bietet und zur Stabilisierung der Wirtschaft beiträgt.
Stresemann unterzeichnet die Verträge von Locarno, die die Grenzen Westeuropas garantieren und einen bedeutenden Schritt in Richtung internationalen Frieden und Zusammenarbeit markieren.
Stresemann erhält zusammen mit dem französischen Außenminister Aristide Briand den Friedensnobelpreis für ihre Bemühungen um internationale Zusammenarbeit und Frieden.
Unter Stresemanns Führung wird Deutschland in den Völkerbund aufgenommen, ein bedeutender Meilenstein bei der Wiedereingliederung Deutschlands in die internationale Gemeinschaft.
Gustav Stresemann stirbt in Berlin an einem Schlaganfall und hinterlässt ein Vermächtnis der Staatskunst und der Bemühungen um die Stabilisierung Deutschlands nach dem Ersten Weltkrieg.