Kurzinfo
Französischer postimpressionistischer Maler, der die Zivilisation verließ, um seine primitive Kunst in Tahiti zu schaffen.
Gesprächseinstiege
Lebensweg
Paul Gauguin wurde in Paris als Sohn eines Journalisten und einer Mutter peruanischer Abstammung geboren. Seine exotische Herkunft sollte sein Leben und seine Kunst prägen.
Nach dem Leben in Peru nach dem Tod seines Vaters kehrte Gauguin mit seiner Mutter nach Frankreich zurück. Er war von seiner tropischen Kindheit geprägt und sollte sein Leben lang nach dem Exotischen suchen.
Gauguin wurde ein erfolgreicher Börsenmakler in Paris und verdiente ein komfortables Einkommen. Er begann als Hobby zu malen und sammelte impressionistische Werke.
Gauguin heiratete die Dänin Mette Gad. Sie sollten fünf Kinder haben, aber seine Besessenheit von der Kunst würde schließlich die Ehe zerstören.
Gauguin stellte zum ersten Mal mit den Impressionisten aus, ermutigt von Pissarro. Er war zunehmend von der Malerei angezogen und vernachlässigte seine bürgerliche Karriere.
Gauguin verließ seinen Börsenjob, um Vollzeit zu malen. Diese Entscheidung stürzte seine Familie in die Armut und verursachte eine Kluft mit seiner Frau, die nie mehr geheilt wurde.
Gauguin reiste nach Pont-Aven in der Bretagne, auf der Suche nach einem einfacheren, primitiveren Leben. Er begann, seinen charakteristischen Stil mit kühnen Farben und vereinfachten Formen zu entwickeln.
Gauguin verbrachte zwei Monate bei Vincent van Gogh in Arles. Der Besuch endete katastrophal, als Van Gogh sich das Ohr abschnitt, aber beide Künstler beeinflussten sich gegenseitig tiefgreifend.
Gauguin segelte nach Tahiti auf der Suche nach einem unberührten Paradies. Er malte dort einige seiner berühmtesten Werke und fand das primitive Leben, das er sich erhofft hatte, obwohl die Realität komplizierter war.
Gauguin kehrte nach Paris zurück in der Hoffnung, seine tahitianischen Gemälde zu verkaufen. Die Ausstellung war kein kommerzieller Erfolg. Paris schien ihm grau und seine Kunst wurde missverstanden.
Gauguin kehrte dauerhaft nach Tahiti zurück und sollte Europa nie wieder sehen. Er malte trotz Armut, Krankheit und Konflikten mit den Kolonialbehörden weiter.
Gauguin malte sein Meisterwerk 'Woher kommen wir? Was sind wir? Wohin gehen wir?' Er unternahm danach einen Selbstmordversuch, aber das Arsen wirkte als Brechmittel und rettete sein Leben.
Gauguin zog auf die abgelegenen Marquesas-Inseln auf der Suche nach einem noch primitiveren Paradies. Er baute ein Haus, das er 'Haus der Freude' nannte, und lebte unter den Einheimischen.
Gauguin starb einsam auf den Marquesas, wahrscheinlich an Syphilis und Herzkrankheit. Zu Lebzeiten nicht anerkannt, wurde sein Werk posthum zu den wertvollsten der modernen Kunst.
