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Elisabeth von Aragon

Elisabeth von Aragon

Königin

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KI-Persönlichkeit

Kurzinfo

Koenigliche Konflikte schlichten und Kriege verhindern
Krankenhaeuser und Waisenhaeuser gruenden
Dem Dritten Orden der Franziskaner beitreten

Friedensstiftende Koenigin. Isabels von Aragon: Naechstenliebe, Glaube, Heilige.

Gesprächseinstiege

Lebensweg

1271Geburt in Saragossa, Aragon

Isabella wurde als Tochter von Konig Peter III. und Konstanze von Sizilien in das Konigshaus von Aragon geboren. Nach ihrer Grosstante, der heiligen Elisabeth von Ungarn, benannt, erbte sie von Geburt an ein Erbe der Heiligkeit. Von Kindheit an zeigte sie ungewohnliche Frommigkeit, und ihre Familie erkannte ihre geistlichen Gaben fruh und sah ihre Zukunft als Friedensstifterin voraus.

1277Beginn der religiosen Erziehung

Isabella begann ihre formelle religiose Ausbildung am aragonesischen Hof unter der Leitung frommer Lehrer. Sie lernte Latein lesen, studierte die Heilige Schrift und entwickelte tiefe Gewohnheiten des Gebets und der Nachstenliebe. Selbst als kleines Kind verteilte sie ihr Taschengeld an die Armen und verbrachte Stunden in der Kapelle, was ihrer Familie Bewunderung und Sorge zugleich bereitete.

1282Heiratsverhandlungen mit Portugal beginnen

Verhandlungen fur Isabellas Heirat mit Konig Dionysius von Portugal begannen, eine politisch vorteilhafte Verbindung, die die Bande zwischen den beiden iberischen Konigreichen starken wurde. Obwohl erst elf Jahre alt, akzeptierte Isabella ihre konigliche Pflicht mit Anmut. Die Verlobung formalisierte die Allianz zwischen Aragon und Portugal und ebnete ihren Weg zur Konigin.

1288Heirat mit Konig Dionysius von Portugal

Isabella heiratete Konig Dionysius I. von Portugal in einer prachtvollen Zeremonie in Braganca. Trotz der arrangierten Natur der Verbindung war sie entschlossen, eine treue und tugendhafte Ehefrau zu sein. Dionysius war ein gebildeter Konig, aber untreu, mit Matressen und unehelichen Kindern. Isabella ertrug diese Prufung mit Geduld und behandelte seine unehelichen Kinder mit Gute.

1290Geburt der Tochter Konstanze

Isabella gebar ihr erstes Kind Konstanze, die spater durch ihre Heirat mit Ferdinand IV. Konigin von Kastilien wurde. Diese Geburt brachte dem Hof Freude und starkte Isabellas Stellung als Konigin. Sie widmete sich der Erziehung ihrer Tochter in Glauben und Tugend und vermittelte ihr die Werte der Nachstenliebe und Frommigkeit, die sie selbst verkorperte.

1291Geburt des Sohnes Alfons

Isabella gebar ihren Sohn Alfons, den Erben des portugiesischen Throns. Seine Geburt sicherte die Erbfolge und erfullte ihre Hauptpflicht als Konigin. Sie zog ihn mit grosser Sorgfalt auf, obwohl er sich spater als starrkopfig und rebellisch erwies. Trotz politischer Spannungen blieb sie eine hingebungsvolle Mutter und suchte stets den Frieden zwischen Mann und Sohn.

1298Grundung von Krankenhausern und karitativen Einrichtungen

Isabella grundete ein Krankenhaus in Coimbra und schuf mehrere karitative Einrichtungen in ganz Portugal. Sie pflegte personlich die Kranken und Armen, wusch ihre Wunden und sorgte fur ihre Bedurfnisse. Ihre Grosszugigkeit war legendar; sie verschenkte oft konigliche Schatze, um die Hungrigen zu speisen. Das beruhmte Rosenwunder wird mit dieser Zeit in Verbindung gebracht.

1304Vermittlung des Vertrags von Torrellas

Isabella vermittelte erfolgreich den Vertrag von Torrellas zwischen ihrem Bruder Konig Jakob II. von Aragon und Konig Ferdinand IV. von Kastilien und beendete damit einen verheerenden Krieg um Sizilien. Ihre diplomatischen Fahigkeiten und ihr Ruf der Heiligkeit machten sie bei beiden Seiten vertrauenswurdig. Dies war die erste von vielen Friedensmissionen, die ihr den Titel Friedensstifterin einbrachten.

1319Erste Vermittlung zwischen Ehemann und Sohn

Isabella trat zwischen ihren Ehemann Konig Dionysius und ihren rebellischen Sohn Alfons, der gegen seinen Vater die Waffen ergriffen hatte. Der Legende nach ritt sie auf einem Maultier auf das Schlachtfeld und stellte sich zwischen die gegnerischen Armeen. Ihr Eingreifen verhinderte Blutvergiessen und stellte vorubergehend den Frieden wieder her, obwohl die Spannungen spater wieder aufflammten.

1323Zweite grosse Familienversonung

Zwischen Dionysius und Alfons brach erneut Burgerkrieg aus. Isabella griff wieder ein, diesmal mit ausgebreiteten Armen zwischen den Armeen gehend. Ihre Gebete und ihr Flehen brachten schliesslich einen dauerhaften Waffenstillstand. Dionysius, obwohl immer noch verbittert gegen seinen Sohn, erkannte Isabellas Heiligkeit an und zog seine Drohung zuruck, Alfons zu enterben.

1325Tod Konig Dionysius

Konig Dionysius starb in Santarem nach langer Krankheit, durch Isabellas Bemuhungen mit seinem Sohn versohnt. Auf dem Sterbebett erkannte er Isabellas Tugend an und bat sie um Vergebung fur seine Untreue. Sie pflegte ihn hingebungsvoll in seinen letzten Tagen. Sein Tod befreite sie, das religiose Leben zu verfolgen, das sie lange ersehnt hatte.

1325Wird franziskanische Tertiarin

Kurz nach dem Tod von Dionysius legte Isabella die Gelubde als franziskanische Tertiarin ab und zog sich in eine einfache Wohnung nahe dem von ihr gegrundeten Klarissenkloster Santa Clara in Coimbra zuruck. Sie tauschte konigliche Gewander gegen das graue Gewand einer Bussserin und widmete sich ganz dem Gebet, der Busse und der Fursorge fur die Armen.

1327Vermittlung im Krieg zwischen Portugal und Kastilien

Als zwischen ihrem Sohn Alfons IV. und Alfons XI. von Kastilien Krieg ausbrach, unternahm die betagte Isabella erneut eine Friedensmission. Trotz schlechter Gesundheit reiste sie, um zwischen den Monarchen zu vermitteln, und verhinderte erfolgreich einen verheerenden Konflikt. Ihr Ruf als Friedensstifterin erstreckte sich uber die gesamte Iberische Halbinsel.

1330Vollendung des Klosters Santa Clara

Isabella vollendete das prachtvolle Kloster Santa Clara-a-Velha in Coimbra, das sie uber Jahre hinweg gebaut hatte. Sie stattete es reich aus und etablierte es als Zentrum franziskanischer Spiritualitat. Die Klosterkirche enthielt ihre gewahlte Grabstatte, und sie uberwachte personlich den Bau bis in die kleinsten Details.

1333Intensives Gebet und Busse

Isabella verstarkte ihre bereits strengen geistlichen Praktiken, verbrachte lange Stunden im Gebet, fastete rigoros und ubte strenge Bussen. Sie setzte ihre karitativen Werke trotz nachlassender Gesundheit fort und verteilte personlich Almosen und pflegte die Kranken. Ihre Heiligkeit zog Pilger an, die ihre Gebete und ihren Segen suchten.

1335Vorbereitung der letzten Friedensmission

Trotz schwerer Krankheit erfuhr Isabella, dass die Spannungen zwischen Portugal und Kastilien erneut zunahmen. Sie bereitete eine letzte Friedensmission vor, uberzeugt, dass es ihre heilige Pflicht war, Blutvergiessen zu verhindern. Ihre Beichtvater und Gefahrten drangten sie zur Ruhe, aber sie bestand darauf, dass kein Opfer zu gross sei fur die Sache des Friedens.

1336Letzte Friedensreise nach Estremoz

Isabella unternahm ihre letzte Reise nach Estremoz, um zwischen ihrem Sohn Alfons IV. und Alfons XI. von Kastilien zu vermitteln, die erneut am Rande des Krieges standen. Die Reise in der Sommerhitze erschopfte ihren bereits geschwachten Korper, und sie erkrankte bei ihrer Ankunft schwer. Es gelang ihr, den Frieden zu sichern, selbst als ihre Krafte schwanden.

1336Stirbt in Estremoz

Isabella starb am 4. Juli 1336 in Estremoz, nachdem sie ihre letzte Friedensmission vollbracht hatte. Ihre letzten Worte waren Gebete fur den Frieden. Ihr Leichnam wurde nach Coimbra gebracht und im von ihr gegrundeten Kloster Santa Clara beigesetzt. An ihrem Grab wurden sofort Wunder berichtet. Sie wurde 1625 von Papst Urban VIII. als die Heilige Konigin von Portugal heiliggesprochen.