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Henrik Ibsen

Henrik Ibsen

Dramatiker

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KI-Persönlichkeit

Kurzinfo

Schaffung von "Ein Puppenheim"
Begruendung des realistischen Dramas
Schaffung von "Ein Volksfeind"

Ibsen: Vater des modernen Dramas, "Ein Puppenheim" zerschmetterte gesellschaftliche Normen.

Gesprächseinstiege

Lebensweg

1828Geburt in Skien, Norwegen

Henrik Johan Ibsen wurde in eine wohlhabende Kaufmannsfamilie in der Kuestenstadt Skien geboren. Seine fruehen Jahre waren komfortabel, obwohl der spaetere Bankrott seines Vaters seine Weltanschauung tiefgreifend beeinflusste.

1836Finanzieller Zusammenbruch der Familie

Die Geschaefte seines Vaters Knud Ibsen scheiterten und stuerzten die Familie in Armut und gesellschaftliche Schande. Diese traumatische Erfahrung beeinflusste Ibsens spaetere Erforschung buergerlicher Heuchelei und finanziellen Ruins.

1843Apothekerlehrling

Ibsen verliess sein Zuhause, um in Grimstad als Apothekerlehrling zu arbeiten. In dieser Zeit begann er, Gedichte und sein erstes Stueck zu schreiben, waehrend er sich auf die Universitaetszugangspruefungen vorbereitete.

1850Umzug nach Christiania zum Studium

Ibsen zog nach Christiania, um an der Universitaet zu studieren, obwohl er seinen Abschluss nie machte. Er tauchte in die literarischen und theatralischen Kreise der norwegischen Hauptstadt ein.

1851Erstes Stueck aufgefuehrt

Sein Stueck Catilina wurde veroeffentlicht, und Das Huegelgrab wurde als erstes seiner Werke auf der Buehne aufgefuehrt. Diese fruehen Werke zeigten sein Interesse am historischen Drama.

1852Zum Buehnenleiter in Bergen ernannt

Ibsen wurde zum Buehnenleiter und Dramatiker am Norwegischen Theater in Bergen ernannt. Er sammelte ueber sechs Jahre unschaetzbare praktische Erfahrung in allen Aspekten der Theaterproduktion.

1858Heirat mit Suzannah Thoresen

Ibsen heiratete Suzannah Thoresen, eine unabhaengig denkende Frau, die seine lebenslange Unterstuetzerin und intellektuelle Partnerin wurde. Sie ermutigte seine Ambitionen und glaubte an sein Genie.

1864Selbstgewaeltes Exil aus Norwegen

Zutiefst desillusioniert von der norwegischen Gesellschaft, verliess Ibsen seine Heimat und sollte 27 Jahre lang nicht dauerhaft zurueckkehren. In Italien und Deutschland lebend, fand er die noetige Distanz fuer seine groessten Werke.

1866Veroeffentlichung von Brand

Ibsen schrieb Brand, ein dramatisches Gedicht ueber einen kompromisslosen Priester. Das Werk brachte ihm Ruhm und eine Pension der norwegischen Regierung und etablierte ihn als bedeutende literarische Figur.

1867Vollendung von Peer Gynt

Ibsen veroeffentlichte Peer Gynt, ein fantastisches Versdrama, das mit Brands strengem Idealismus kontrastiert. Spaeter mit Griegs Musik vertont, wurde es eines der beliebtesten Werke der norwegischen Literatur.

1877Veroeffentlichung der Stuetzen der Gesellschaft

Ibsen begann seinen Zyklus realistischer Prosadramen, die die zeitgenoessische Gesellschaft untersuchen. Die Stuetzen der Gesellschaft griff die buergerliche Heuchelei an und markierte seinen Uebergang zum sozialen Realismus.

1879Premiere von Nora oder Ein Puppenheim

Nora verursachte eine Sensation in ganz Europa mit der Darstellung von Noras Entscheidung, ihren Mann und ihre Kinder zu verlassen. Das Stueck wurde ein Meilenstein im Kampf um Frauenrechte.

1881Veroeffentlichung von Gespenster

Gespenster behandelte Geschlechtskrankheiten, Sterbehilfe und Inzest und provozierte Empoerung und Zensur. Ibsen weigerte sich zu kompromittieren und erklaerte, seine Aufgabe sei es, Fragen zu stellen, nicht Antworten zu geben.

1884Veroeffentlichung der Wildente

Die Wildente fuehrte Symbolismus in Ibsens Realismus ein und erforschte die zerstoererischen Auswirkungen, wenn man unvorbereiteten Menschen die Wahrheit aufzwingt. Sie gilt als eines seiner besten psychologischen Dramen.

1891Rueckkehr nach Norwegen

Nach 27 Jahren selbstgewaehltem Exil kehrte Ibsen dauerhaft nach Norwegen zurueck, wo er als Nationalheld gefeiert wurde. Er schrieb trotz nachlassender Gesundheit weiter.

1906Tod in Christiania

Ibsen starb nach einer Reihe von Schlaganfaellen. Sein letztes Wort soll 'Im Gegenteil!' gewesen sein, als seine Krankenschwester sagte, es gehe ihm besser. Er wurde mit Staatsehren auf dem Vaar-Frelsers-Friedhof in Oslo begraben.