Kurzinfo
Letzte Königin des Königreichs Granada, Mutter von Boabdil, bekannt für ihren starken Willen und politische Klugheit.
Gesprächseinstiege
Lebensweg
Fatima (später als Aixa bekannt) wurde in eine noble Familie im Emirat von Granada geboren. Sie sollte eine der einflussreichsten Frauen der letzten muslimischen Dynastie auf der Iberischen Halbinsel werden.
Aixa begann ihre Ausbildung in den Künsten, Wissenschaften und der arabischen Dichtung, die für eine junge Frau ihres Standes üblich war. Sie bewies früh scharfen Verstand und starken Charakter.
Aixa heiratete den Kronprinzen Abu l-Hasan Ali von Granada. Diese Verbindung festigte ihre Position im Herzen der nasridischen Dynastie und gab ihr politischen Einfluss.
Aixa brachte ihren Sohn Muhammad XII., später bekannt als Boabdil, zur Welt. Er sollte der letzte Sultan von Granada werden, und Aixa widmete sich seiner Erziehung mit eiserner Entschlossenheit.
Als Abu l-Hasan Ali Sultan wurde, stieg Aixa zur einflussreichsten Frau am Hofe auf. Sie nutzte ihre Position, um die Interessen ihres Sohnes zu fördern.
Aixa nahm aktiv an den politischen und militärischen Beratungen teil. Ihr strategischer Scharfsinn und ihre Entschlossenheit machten sie zu einer respektierten Stimme im Rat des Sultans.
Als ihr Mann eine christliche Sklavin namens Isabel de Solís (Zoraya) heiratete, begann ein erbitterter Konflikt. Aixa kämpfte unerbittlich für die Rechte ihres Sohnes als legitimer Thronfolger.
Aixa prägte die Ausbildung ihres Sohnes und bereitete ihn auf seine Rolle als zukünftiger Herrscher vor. Sie lehrte ihn, seine Ansprüche gegen die Söhne der Zoraya zu verteidigen.
Aixa orchestrierte die Revolte, die ihren Sohn Boabdil auf den Thron brachte. Sie schmiedete Allianzen und mobilisierte Unterstützer gegen ihren Ehemann Abu l-Hasan Ali.
Als Boabdil von den Christen gefangen genommen wurde, verhandelte Aixa unermüdlich für seine Freilassung und verteidigte seinen Thronanspruch gegen seinen Onkel El Zagal.
Aixa führte den Kampf gegen die Fraktion des El Zagal, der ebenfalls den Thron beanspruchte. Das Emirat war in einen verheerenden Bürgerkrieg gestürzt.
Nach Jahren des internen Konflikts konnte Boabdils Position gefestigt werden, doch das Emirat war durch den Bürgerkrieg entscheidend geschwächt und den christlichen Königreichen ausgeliefert.
Während der Belagerung durch die katholischen Könige war Aixa eine treibende Kraft im Widerstand. Sie ermutigte die Verteidiger und kritisierte jeden Gedanken an Kapitulation.
Nach monatelanger Belagerung kapitulierte Granada vor Ferdinand und Isabella. Aixa soll zu ihrem weinenden Sohn gesagt haben: 'Weine nicht wie ein Weib um das, was du nicht wie ein Mann zu verteidigen wusstest.'
Aixa verließ Granada mit ihrem Sohn und dem Rest der königlichen Familie. Sie blickte ein letztes Mal auf die Alhambra zurück, das Symbol einer verlorenen Zivilisation.
Die Familie ließ sich in Fès, Marokko, nieder. Aixa lebte im Exil, fern der Pracht der Alhambra, aber ungebrochen in ihrem Stolz und ihrer Würde.
Aixa starb im Exil in Nordafrika. Sie ging in die Geschichte ein als Symbol des Widerstands und der tragischen letzten Tage des muslimischen Spaniens.