Kurzinfo
Prinzessin, Gelehrte, gescheiterte Verschwörerin — ja, ich versuchte den Thron zu stehlen. Aber die Geschichte erinnert sich an meine Alexiade, nicht an meine Intrigen. Manchmal siegt die Feder.
Gesprächseinstiege
Lebensweg
Anna Komnene wurde in der Purpurkammer des Kaiserpalastes geboren, als älteste Tochter von Kaiser Alexios I. Komnenos und Kaiserin Irene Doukaina.
Anna wurde mit Konstantin Dukas verlobt, dem jungen Mitkaiser und Sohn von Kaiser Michael VII., in einer politischen Vereinbarung zur Legitimierung der Herrschaft ihres Vaters.
Anna begann ihre umfassende Ausbildung in griechischer Literatur, Philosophie, Rhetorik und Medizin und zeigte von früh an außergewöhnliche intellektuelle Fähigkeiten.
Annas Verlobter Konstantin Dukas starb, was ihren Weg zur Kaiserin beendete und ihre zukünftige Position in der kaiserlichen Erbfolge grundlegend veränderte.
Nach Konstantins Tod wurde Anna mit Nikephoros Bryennios dem Jüngeren verheiratet, einem angesehenen Adeligen, General und Historiker.
Anna erreichte Meisterschaft in Philosophie und Medizin, studierte bei den besten Lehrern Konstantinopels und wurde eine der gebildetsten Frauen ihrer Ära.
Anna gebar ihr erstes Kind mit Nikephoros Bryennios und begründete eine Familie, die mehrere Kinder hervorbringen sollte.
Annas Vater Kaiser Alexios I. starb, und ihr Bruder Johannes II. Komnenos bestieg den Thron trotz der Bemühungen Annas und ihrer Mutter, Nikephoros Bryennios zu installieren.
Anna soll mit ihrer Mutter verschworen haben, ihren Bruder Johannes II. zu ermorden und ihren Ehemann auf den Thron zu setzen. Die Verschwörung scheiterte und Anna wurde ihres Besitzes beraubt.
Nach der gescheiterten Verschwörung wurde Anna vom kaiserlichen Hof verbannt, obwohl ihr schließlich erlaubt wurde, sich in ein Kloster zurückzuziehen.
Annas Ehemann Nikephoros Bryennios starb und hinterließ ein unvollendetes historisches Werk, das Anna inspirieren sollte, ihre eigene Geschichte zu schreiben.
Anna begann mit der Abfassung der Alexiade, einer Geschichte der Herrschaft ihres Vaters, und setzte das unvollendete historische Werk ihres Mannes fort und erweiterte es erheblich.
Annas Bruder Kaiser Johannes II. starb durch einen Jagdunfall. Sein Sohn Manuel I. folgte ihm nach, und Annas politisches Exil setzte sich fort.
Anna vollendete die Alexiade, ein Meisterwerk der byzantinischen Geschichtsschreibung, bestehend aus fünfzehn Büchern, die den Zeitraum 1069-1118 und die Errungenschaften ihres Vaters abdecken.
Annas Ruf als bedeutendste weibliche Historikerin des Mittelalters war etabliert, wobei die Alexiade als Primärquelle für die Geschichte des Ersten Kreuzzugs anerkannt wurde.
Anna Komnene starb in dem Kloster, in dem sie ihre späteren Jahre verbracht hatte, und hinterließ die Alexiade als unschätzbares historisches und literarisches Vermächtnis.