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Carlo Pisacane

Carlo Pisacane

Revolutionär

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KI-Persönlichkeit

Kurzinfo

Sapri-Expedition
Militärtheoretische Schriften
Verbreitung sozialistischer Ideen

„Eigentum ist Diebstahl!" Pisacane: Revolutionärer Feuerbrand für die italienische Einigung.

Gesprächseinstiege

Lebensweg

1818Geburt in neapolitanischen Adel

Carlo Pisacane wurde am 22. August 1818 in eine verarmte Adelsfamilie in Neapel geboren. Trotz seines aristokratischen Hintergrunds sollte er zu einem der radikalsten Revolutionäre Italiens werden.

1831Ausbildung an der Militärakademie

Pisacane trat in die Nunziatella-Militärakademie in Neapel ein. Er zeichnete sich in seinen Studien aus und entwickelte sein lebenslanges Interesse an Militärwissenschaft und Revolutionstheorie.

1836Kommission in der bourbonischen Armee

Pisacane erhielt seine Kommission als Offizier in der bourbonischen Armee. Er diente im Ingenieurkorps und erwarb militärisches Fachwissen, das er später gegen seine ehemaligen Arbeitgeber einsetzen würde.

1847Skandal und Flucht aus Neapel

Pisacanes Affäre mit einer verheirateten Adligen, Enrichetta Di Lorenzo, verursachte einen Skandal. Er legte seine Kommission nieder und floh mit ihr aus Neapel, womit ein Leben im Exil begann.

1848Kämpfe in Rom während der Revolutionen

Während der Revolutionen von 1848 kämpfte Pisacane zur Verteidigung der Römischen Republik. Er diente als Stabschef bei Giuseppe Garibaldi und zeichnete sich im Kampf aus.

1849Verteidigung Roms gegen die Franzosen

Pisacane spielte eine Schlüsselrolle bei der Verteidigung Roms gegen die französische Intervention. Nach dem Fall der Republik entkam er und entwickelte seine revolutionären Ideen weiter.

1850Exil in London

Pisacane lebte im Exil in London, wo er sozialistische Theorie studierte und seine Ideen über die Agrarrevolution als Schlüssel zur italienischen Befreiung entwickelte.

1851Schriften über revolutionäre Kriegsführung

Pisacane schrieb ausführlich über Guerillakrieg und Revolution. Sein 'Essay über die Revolution' plädierte für Bauernaufstand und Landumverteilung als wesentlich für die nationale Befreiung.

1853Umzug nach Genua

Pisacane ließ sich in Genua nieder und schloss sich anderen italienischen Exilanten an. Er wurde zunehmend radikal und glaubte, nur direkte Aktion und Bauernrevolution könnten Italien befreien.

1854Vertiefung sozialistischer Überzeugungen

Pisacane entwickelte seine charakteristische Synthese von Nationalismus und Sozialismus. Er argumentierte, dass politische Befreiung ohne soziale Revolution bedeutungslos sei.

1855Zusammenarbeit mit Mazzinis Bewegung

Obwohl er mit Mazzini in Taktikfragen nicht übereinstimmte, arbeitete Pisacane mit seiner Organisation. Er plante eine Expedition nach Süditalien, um Revolution zu entfachen.

1856Planung der Sapri-Expedition

Pisacane plante eine gewagte Expedition, um in Süditalien zu landen, politische Gefangene zu befreien und einen Bauernaufstand gegen die Bourbonen anzuzetteln.

1857Verfassen seines politischen Testaments

Vor der Abreise schrieb Pisacane sein 'Politisches Testament', in dem er seinen Glauben erklärte, dass revolutionäre Aktion notwendig sei, selbst wenn sie den sicheren Tod bedeutete.

1857Übernahme der Cagliari

Am 25. Juni 1857 übernahmen Pisacane und 25 Anhänger den Dampfer Cagliari. Sie befreiten 300 Gefangene von der Insel Ponza und segelten zum Festland.

1857Landung bei Sapri

Pisacanes Truppe von etwa 300 Mann landete bei Sapri in Kampanien. Entgegen seinen Erwartungen erhoben sich die örtlichen Bauern nicht, um sich ihnen anzuschließen.

1857Marsch ins Landesinnere und feindseliger Empfang

Als Pisacanes Truppe ins Landesinnere marschierte, griffen die Bauern – misstrauisch gegenüber Fremden und königstreu – sie an, anstatt sich ihnen anzuschließen.

1857Tod bei Sanza

Carlo Pisacane starb am 2. Juli 1857, entweder von Bauern getötet oder durch eigene Hand, um der Gefangennahme zu entgehen. Seine Expedition scheiterte, aber sein Opfer inspirierte spätere Revolutionäre. Seine Vision der sozialen Revolution sollte den italienischen Sozialismus für Generationen beeinflussen.