Kurzinfo
Der letzte Wikinger. Norwegischer Koenig, der von Konstantinopel bis Stamford Bridge fuer Ruhm kaempfte.
Gesprächseinstiege
Lebensweg
Harald wurde als Sohn von Sigurd Syr, einem Kleinkoenig in Norwegen, und Asta Gudbrandsdatter geboren. Sein Halbbruder Olaf wurde spaeter Koenig Olaf II. von Norwegen und wurde heiliggesprochen.
Der junge Harald erhielt Ausbildung in Kampf, Seefahrt und traditionellen Wikingerkuensten. Er lernte auch Skaldendichtung und verfasste Verse, die spaeter seine Abenteuer dokumentierten.
Mit nur fuenfzehn Jahren kaempfte Harald an der Seite seines Halbbruders Koenig Olaf II. gegen norwegische Adlige, die mit dem daenischen Koenig Knut verbuendet waren. Olaf wurde getoetet und Harald verwundet.
Nach der Genesung seiner Wunden floh Harald ostwärts zum Hof von Grossfuerst Jaroslaw dem Weisen in Kiew. Er diente als Militaerkommandant und bildete dauerhafte Bindungen zur russischen Elite.
Harald reiste nach Konstantinopel und trat der Elite-Waraegergarde bei, die dem byzantinischen Kaiser diente. Seine grosse Statur und Kampfkraft machten ihn schnell zu einem bemerkenswerten Krieger.
Harald fuehrte byzantinische Truppen in Feldzuegen im gesamten Mittelmeerraum, kaempfte in Sizilien gegen Araber und in Bulgarien gegen Rebellen. Er erlangte Ruhm und sammelte grossen Reichtum durch Pluenderung.
Harald stieg zum Anführer der Waraegergarde auf, der prestigetraechtigsten Position fuer einen Auslaender im byzantinischen Militaer. Er soll Kaiser Michael V. waehrend eines Palastputsches geblendet haben.
Nachdem er bei den neuen byzantinischen Herrschern in Ungnade gefallen war, entkam Harald mit seinem angesammelten Reichtum aus Konstantinopel. Er segelte durch das Schwarze Meer zurueck zur Kiewer Rus.
Harald heiratete Elisiv, Tochter von Jaroslaw dem Weisen, um die er jahrelang geworben hatte. Er schrieb ihr Liebesgedichte waehrend seiner Zeit in Konstantinopel und zeigte seine romantische Natur.
Harald kehrte mit seinem riesigen byzantinischen Reichtum nach Skandinavien zurueck, um seinen Neffen Magnus I. um den norwegischen Thron herauszufordern. Er verbuendete sich zunaechst mit Sven Estridsson von Daenemark.
Nach dem Tod von Magnus I. wurde Harald alleiniger Koenig von Norwegen. Er erhielt den Beinamen Hardrada, was strenger Herrscher bedeutet, fuer seine harten Methoden bei der Machtkonsolidierung.
Harald etablierte Oslo als Marktstadt und Handelszentrum. Obwohl das genaue Datum umstritten ist, wuchs Oslo zur Hauptstadt Norwegens und ist eines seiner bleibenden Vermächtnisse.
In einer der groessten Seeschlachten der skandinavischen Geschichte besiegte Harald den daenischen Koenig Sven II. Obwohl er siegte, konnte er Sven nicht gefangen nehmen, und der Krieg ging weiter.
Nach Jahren ergebnisloser Kriegsfuehrung schloss Harald schliesslich Frieden mit Sven II. und erkannte gegenseitig ihre Koenigreiche an. Dies erlaubte Harald, sich auf sein ultimatives Ziel zu konzentrieren: den englischen Thron.
Harald startete eine massive Invasion Englands mit 300 Schiffen und 9000 Kriegern, verbuendet mit dem in Ungnade gefallenen englischen Earl Tostig. Er besiegte englische Truppen bei Fulford und eroberte York.
Nur Tage nach seinem Sieg bei Fulford wurde Harald von Koenig Harold Godwinsons schnellem Marsch nach Norden ueberrascht. Ein Pfeil traf seine Kehle und toetete den letzten grossen Wikingerkriegerkoenig.