Kurzinfo
Alboin: Langobardenkoenig, schuf mit seinem Schwert ein Koenigreich in Italien.
Gesprächseinstiege
Lebensweg
Alboin wurde als Sohn von Audoin, König der Langobarden, geboren. Die Langobarden waren ein germanischer Stamm, der in Pannonien lebte und sich auf ihre größte Wanderung vorbereitete.
Der junge Alboin wurde in den Kriegertraditionen der Langobarden erzogen. Er lernte von früh an Kampf, Reitkunst und die Bräuche seines germanischen Volkes.
Alboin nahm an seinen ersten Feldzügen gegen benachbarte Stämme teil. Er bewies sich als furchtloser Krieger und gewann den Respekt der langobardischen Adligen.
Alboin führte einen erfolgreichen Überfall gegen die Gepiden, einen rivalisierenden germanischen Stamm. Dieser Konflikt sollte sich zu Jahrzehnten erbitterter Kriegsführung zwischen den beiden Völkern ausweiten.
Mit seinen militärischen Erfolgen wurde Alboin offiziell als Thronerbe anerkannt. Er begann, eine größere Rolle in diplomatischen und militärischen Angelegenheiten zu übernehmen.
Alboin heiratete Chlothsind, Tochter des Frankenkönigs Chlothar I. Diese Allianz stärkte die Beziehungen der Langobarden zu den mächtigen Frankenreichen.
Alboin tötete König Kunimund der Gepiden persönlich in der Schlacht. Der Legende nach ließ er den Schädel des Königs zu einem Trinkbecher anfertigen, eine verhängnisvolle Entscheidung.
Alboin schloss ein entscheidendes Bündnis mit den Awaren, einem mächtigen Nomadenvolk. Gemeinsam planten sie die endgültige Vernichtung des Gepidenreiches.
Die vereinten langobardisch-awarischen Streitkräfte vernichteten das Gepidenreich. Die Gepiden hörten auf, als Volk zu existieren, absorbiert von ihren Eroberern.
Nach dem Tod seiner ersten Frau heiratete Alboin Rosamunde, Tochter des erschlagenen Gepidenkönigs Kunimund. Diese Zwangsheirat sollte später sein Schicksal besiegeln.
Nach dem Tod seines Vaters wurde Alboin zum unbestrittenen König der Langobarden. Er begann sofort mit der Planung der Invasion Italiens.
Alboin führte die gesamte langobardische Nation über die Alpen nach Italien. Diese Massenwanderung umfasste Krieger, Frauen, Kinder und verbündete Völker.
Die Langobarden eroberten Mailand, eine der wichtigsten Städte Italiens. Der byzantinische Widerstand brach vor den germanischen Invasoren zusammen.
Alboins Truppen eroberten rasch Verona, Brescia und andere große Städte der Po-Ebene. Der Norden Italiens fiel unter langobardische Kontrolle.
Alboin belagerte Pavia, eine stark befestigte Stadt, die drei Jahre lang Widerstand leistete. Sie sollte zur Hauptstadt des Langobardenreiches werden.
Mit dem Fall Pavias gründete Alboin das Langobardenreich in Italien. Er machte Pavia zu seiner Hauptstadt und begann zwei Jahrhunderte langobardischer Herrschaft.
Rosamunde, die Rache für den Tod ihres Vaters und die Schädelbecher-Demütigung plante, arrangierte Alboins Ermordung. Er wurde von seinem eigenen Leibwächter in einer Palastverschwörung getötet.