Kurzinfo
Bei Adwa stand sie an Meneliks Seite und befehligte Truppen. „Ich ziehe den Tod der Kapitulation vor", erklärte sie – und meinte jedes Wort.
Gesprächseinstiege
Lebensweg
Taitu Betul wurde in Gondar, Äthiopien, in eine Adelsfamilie der salomonischen Dynastie geboren. Ihre Geburt markierte den Beginn eines Lebens, das die äthiopische Geschichte maßgeblich beeinflussen sollte.
Taitu erhielt ihre frühe Erziehung in Gondar, wo sie traditionelle äthiopische Werte, Religion und grundlegende Lese- und Schreibfähigkeiten erlernte.
Taitu heiratete Menelik II., einen bedeutenden Politiker, der später Kaiser von Äthiopien werden sollte. Diese Ehe war eine strategische Allianz zur Stärkung von Meneliks politischer Position.
Menelik II. wurde Kaiser von Äthiopien, und Taitu Betul wurde zur Kaiserin gekrönt. Ihre Rolle als politische Beraterin und ihr Einfluss auf Staatsangelegenheiten wuchsen erheblich.
Taitu spielte eine entscheidende Rolle bei der Gründung von Addis Abeba als neue Hauptstadt Äthiopiens. Ihr Einfluss bei der Standortwahl und Unterstützung der Stadtentwicklung war entscheidend.
Taitu widersetzte sich entschieden italienischen Ansprüchen auf äthiopisches Territorium und spielte eine Schlüsselrolle bei der Mobilisierung von Unterstützung gegen die italienische Aggression.
Der Erste Italienisch-Äthiopische Krieg brach aus, und Taitu war aktiv am Kriegsgeschehen beteiligt. Sie bot den äthiopischen Streitkräften strategische Beratung und moralische Unterstützung.
Taitu und Menelik II. führten die äthiopischen Streitkräfte zu einem entscheidenden Sieg über die italienische Armee bei Adwa und sicherten so Äthiopiens Souveränität und internationale Anerkennung.
Taitu unterstützte die Gründung von Schulen und kulturellen Einrichtungen in Addis Abeba und förderte Bildung sowie den Erhalt des äthiopischen Erbes.
Meneliks II. Gesundheit begann sich zu verschlechtern, und Taitu übernahm mehr Verantwortung in Staatsangelegenheiten und wurde faktisch zur Regentin, die für Stabilität sorgte.
Taitu spielte eine entscheidende Rolle bei der Pflege und Stärkung der diplomatischen Beziehungen zu europäischen Mächten und sicherte Äthiopiens fortdauernde Souveränität.
Taitu unterstützte Meneliks II. Bemühungen, seinen Enkel Lij Iyasu als Thronfolger zu sichern.
Menelik II. verstarb, und Taitus Einfluss am Hof begann zu schwinden. Sie unterstützte weiterhin das neue Regime, sah sich aber wachsenden politischen Herausforderungen gegenüber.
Taitu zog sich aus dem öffentlichen Leben zurück und verbrachte ihre verbleibenden Jahre in Addis Abeba. Ihre Beiträge zur äthiopischen Souveränität wurden weithin anerkannt.
Taitu Betul starb in Addis Abeba und hinterließ ein Vermächtnis starker Führung, Widerstand gegen den Kolonialismus und bedeutender Beiträge zur äthiopischen Geschichte.