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Hildegard von Bingen

Hildegard von Bingen

Benediktineräbtissin

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KI-Persönlichkeit

Kurzinfo

Verfassen von "Scivias" und anderen theologischen Werken
Komposition von ueber 70 Kirchenliedern
Erforschung der Kraeutermedizin

Visionaere Aebtissin. Komponierte Musik, schrieb ueber Medizin und hatte Visionen, die die mittelalterliche Welt erschuetterten.

Gesprächseinstiege

Lebensweg

1098Geburt in Bermersheim

Hildegard wurde als zehntes Kind einer Adelsfamilie in Bermersheim geboren. Von Kindheit an hatte sie mystische Visionen, die ihre Eltern als Zeichen goettlicher Gnade erkannten.

1106Eintritt ins Benediktinerkloster

Mit acht Jahren wurde Hildegard als Oblatin in das Benediktinerkloster Disibodenberg gegeben, unter die Obhut der Klausnerin Jutta von Sponheim gestellt, die ihre Lehrerin und Mentorin wurde.

1112Ablegung der Klostergeluebde

Hildegard legte formell ihre Klostergeluebde ab und widmete sich einem Leben des Gebets, des Studiums und der Kontemplation. Sie hatte weiterhin Visionen, hielt sie aber geheim und vertraute sich nur Jutta an.

1116Lateinstudium und Schriftgelehrsamkeit

Unter Juttas Anleitung studierte Hildegard Latein, den Psalter und theologische Texte. Trotz begrenzter formaler Bildung entwickelte sie durch ihre visionaeren Erfahrungen tiefe theologische Einsichten.

1136Wird Magistra

Nach Juttas Tod wurde Hildegard einstimmig zur Magistra der wachsenden Nonnengemeinschaft am Disibodenberg gewaehlt und begann ihre Fuehrungsrolle in der Klostergemeinschaft.

1141Goettlicher Auftrag, ihre Visionen niederzuschreiben

Hildegard erhielt einen goettlichen Auftrag, ihre Visionen oeffentlich niederzuschreiben und zu verkuenden. Mit Hilfe ihres Sekretaers Volmar begann sie, ihre mystischen Erfahrungen in Latein aufzuzeichnen.

1147Paepstliche Anerkennung der Visionen

Papst Eugen III. pruefe und anerkannte auf der Synode von Trier Hildegards Schriften. Er las Teile des Scivias vor und erteilte ihr die offizielle Erlaubnis, ihre Visionen weiter aufzuzeichnen.

1148Gruendung des Klosters Rupertsberg

Trotz des Widerstands der Moenche von Disibodenberg gruendete Hildegard ein unabhaengiges Frauenkloster in Rupertsberg. Dieser Umzug gab ihrer Gemeinschaft Autonomie und Raum zum Wachsen.

1151Vollendung des Scivias

Nach zehnjaehriger Arbeit vollendete Hildegard das Scivias (Wisse die Wege), ihr erstes grosses visionaer-theologisches Werk mit 26 Visionen, die die Heilsgeschichte erklaeren.

1153Komposition der Symphonia

Hildegard komponierte ihre Sammlung liturgischer Gesaenge, die Symphonia, mit ueber 70 Kompositionen. Ihre Musik war innovativ, mit weitgespannten Melodien, die die Grenzen des Gregorianischen Chorals erweiterten.

1158Verfassen von Physica und Causae et Curae

Hildegard vollendete ihre naturwissenschaftlichen Werke, die die Heilkraefte von Pflanzen, Tieren und Steinen dokumentieren. Diese Werke verbanden empirische Beobachtung mit spiritueller Einsicht in die Schoepfung.

1161Erste Predigtreise

Hildegard unternahm die erste von vier Predigtreisen und besuchte Kloester und oeffentliche Versammlungen. Als oeffentlich predigende Frau war sie eine bemerkenswerte Ausnahme in der mittelalterlichen Gesellschaft.

1163Vollendung des Liber Vitae Meritorum

Hildegard vollendete ihr zweites grosses visionaeres Werk, das Tugenden und Laster durch dramatische Dialoge erforscht. Der Text stellt eine moralische Kosmologie dar, die menschliche Entscheidungen mit der kosmischen Ordnung verbindet.

1165Gruendung des Klosters Eibingen

Hildegard gruendete ein zweites Kloster auf der anderen Rheinseite in Eibingen, um die wachsende Zahl von Frauen aufzunehmen, die ihrer Gemeinschaft beitreten wollten, und bewies damit ihre organisatorischen Faehigkeiten.

1173Vollendung des Liber Divinorum Operum

Hildegard vollendete ihr drittes und letztes visionaeres Werk, das eine integrierte Vision von Gott, Kosmos und Menschheit darstellt. Es repraesentiert ihre ausgereifteste theologische und kosmologische Synthese.

1179Tod in Rupertsberg

Hildegard starb friedlich in ihrem Kloster. Die Legende besagt, dass bei ihrem Tod zwei Lichtstraehne am Himmel erschienen. 2012 erklaerte Papst Benedikt XVI. sie zur Kirchenlehrerin.