Kurzinfo
Gefangener Prinz, der den Tod dem Verrat an Ceuta vorzog. Portugals Maertyrer-Held.
Gesprächseinstiege
Lebensweg
Ferdinand, der jüngste Sohn von König Johann I. von Portugal und Philippa von Lancaster, wurde in die portugiesische Königsfamilie geboren.
Ferdinand beginnt seine frühe Erziehung mit Schwerpunkt auf religiösen Studien, Latein und den ritterlichen Tugenden, die von einem Prinzen erwartet wurden.
König Johann I. schlägt den jungen Ferdinand zum Ritter und markiert damit seinen formellen Eintritt in die Welt des Adels und der ritterlichen Pflicht.
Ferdinand nimmt mit seinem Vater und seinen Brüdern an der erfolgreichen Eroberung Ceutas von den Mauren teil - seine erste militärische Erfahrung.
Ferdinand wird zum Verwalter von Ceuta ernannt und sammelt wertvolle Erfahrung in Regierungsführung und militärischer Logistik.
Ferdinand kehrt nach seinem Dienst in Ceuta nach Portugal zurück, nachdem er ein tiefes Verständnis nordafrikanischer Angelegenheiten gewonnen hat.
Ferdinand wird Großmeister des Avis-Ordens, einer der angesehensten militärisch-religiösen Orden Portugals.
Ferdinand setzt sich nachdrücklich für einen neuen Kreuzzug ein, um den portugiesischen Einfluss in Nordafrika auszuweiten und das Christentum zu verbreiten.
Ferdinand bereitet intensiv die Tanger-Expedition vor, wirbt Truppen an und koordiniert sich mit seinem Bruder König Duarte.
Ferdinand führt gemeinsam die unglückselige Militärexpedition nach Tanger an, die mit einer Niederlage und seiner Gefangennahme durch die Mauren endet.
Verhandlungen zur Freilassung Ferdinands scheitern, als Portugal sich weigert, Ceuta als Lösegeld für den Prinzen aufzugeben.
Ferdinand lehnt edelmütig ab, gegen Ceuta ausgetauscht zu werden, und stellt Portugals strategische Interessen über seine eigene Freiheit.
Während seiner Gefangenschaft verfasst Ferdinand Gebete und religiöse Betrachtungen und bewahrt seinen Glauben trotz harter Bedingungen.
Ferdinands Frömmigkeit, Selbstaufopferung und standhafter Glaube bringen ihm die Verehrung als 'Heiliger Prinz' unter den Portugiesen ein.
Ferdinand stirbt nach sechs Jahren Gefangenschaft in Fez, Marokko. Er wurde später von der katholischen Kirche für sein Martyrium seliggesprochen.