Kurzinfo
Vater des ersten portugiesischen Koenigs Alfons I.; praegte Portugals fruehes Schicksal.
Gesprächseinstiege
Lebensweg
Heinrich wurde als vierter Sohn von Herzog Robert I. von Burgund und Helie von Semur geboren. Als juengerer Sohn war er fuer eine Karriere ausserhalb seiner Heimat bestimmt.
Heinrich erhielt eine militaerische Ausbildung, die einem burgundischen Adligen angemessen war. Er lernte Reiten, Fechten und Kriegskuenste, die ihm in Iberien nuetzlich sein wuerden.
Heinrich reiste auf die Iberische Halbinsel, um an der Reconquista gegen die Mauren teilzunehmen. Seine kriegerischen Faehigkeiten erregten die Aufmerksamkeit von Koenig Alfons VI. von Leon.
Heinrich heiratete Teresa, uneheliche Tochter von Koenig Alfons VI. Diese Verbindung sollte sich als entscheidend fuer die portugiesische Geschichte erweisen und ihn zum Vater des ersten Koenigs von Portugal machen.
Alfons VI. uebergab Heinrich die Grafschaft Portugal als Teresas Mitgift. Dieses Gebiet entlang der Atlantikkueste wurde zur Grundlage einer unabhaengigen Nation.
Waehrend der Erste Kreuzzug ausgerufen wurde, konzentrierte sich Heinrich auf den iberischen Kreuzzug. Er fuehrte Feldzuege gegen muslimische Gebiete im westlichen Iberien.
Heinrich machte Coimbra zu seiner Hauptstadt und verstaerkte ihre Verteidigung. Die Stadt wurde zu einem wichtigen Bollwerk gegen maurische Einfaelle aus dem Sueden.
Teresa gebar Afonso Henriques, der Alfons I., der erste Koenig Portugals, werden sollte. Das Kind wuchs in Guimaraes unter der Fuehrung seines Vaters auf.
Heinrich startete Militaerkampagnen zur Ausdehnung des portugiesischen Territoriums suedwaerts nach Alentejo. Diese Bemuehungen verschoben die Grenze gegen die almoravidischen Mauren.
Heinrich koordinierte mit seinem Schwager Raimund, Graf von Galicien, die Strategie gegen die Mauren und die Einmischung des leonesischen Koenigshauses.
Heinrich baute und verstaerkte Burgen in ganz Portugal und errichtete ein Netz von Befestigungen zum Schutz vor muslimischen und christlichen Rivalen.
Heinrich leitete die Belagerung der maurischen Festung Sintra. Obwohl nicht sofort erfolgreich, zeigte sie die wachsenden militaerischen Ambitionen Portugals.
Als die Gesundheit seines Schwiegervaters nachliess, manoeuvrierte Heinrich politisch, um die portugiesische Autonomie zu erhoehen und groessere Unabhaengigkeit von leonesischer Kontrolle zu erlangen.
Nachdem Alfons VI. Erbe in der Schlacht von Ucles fiel, nahmen die Erbfolgespannungen zu. Heinrich positionierte sich als Machtmakler in den folgenden Konflikten.
Koenig Alfons VI. starb und hinterliess seine Tochter Urraca als Erbin. Heinrich navigierte die komplexe politische Situation, um die portugiesische Autonomie aufrechtzuerhalten.
Heinrich starb waehrend eines Feldzugs in Leon. Seine Witwe Teresa regierte als Regentin, bis ihr Sohn Afonso Henriques die Macht uebernahm und Portugals erster Koenig wurde.